Aktualisiert: 23.09.2026
Bei Europäischem Roulette beträgt der übliche Hausvorteil des Kasinos bei Even Money-Wetten 2,70 Prozent. Eine bekannte Sonderregel namens la partage kann diesen Vorteil halbieren, auf 1,35 Prozent. Doch die Regel ist eine besondere Konfiguration, die nur an bestimmten Tischen verfügbar ist, kein fester Bestandteil des Europäischen Roulettes. In deutschen Online-Kasinos fehlen la partage und die Alternative en prison häufig – selbst an Tischen mit ansonsten „Französischem Roulette“.
La Partage beeinflusst den Hausvorteil – das macht es für viele Roulette-Spieler so wichtig. Die Regel fungiert als eine Art Versicherung für Even Money-Wetten: Fällt die Null, erhält der Spieler die Hälfte seines Einsatzes zurück. Es ist eine simple mechanische Änderung, doch mit dramatischer Wirkung. Ohne la partage hat das Kasino einen Vorteil von 2,70 Prozent bei Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade und 1-18/19-36 Even Money-Wetten. Mit la partage sinkt dieser Vorteil um einen vollen Prozentpunkt auf 1,35 Prozent bei denselben Wettarten.
Die en prison-Regel bietet einen Basisvorteil, der mit la partage identisch ist, setzt ihn aber etwas anders um. Wie la partage wird sie bei der Null ausgelöst. Doch statt den halben Einsatz zurückzugeben, behält en prison den gesamten Einsatz für einen weiteren Dreh. Gewinnt der zweite Dreh auf dieselbe Even Money-Auswahl, erhält der Spieler seinen ursprünglichen Einsatz zurück; verliert er, geht der volle Einsatz verloren, aber wenigstens nicht der volle Betrag von Anfang an.
Es ist kleinkarierter als eine simple Halbierung, doch der Effekt ist derselbe: Beide Regeln reduzieren den Hausvorteil bei Even Money-Spielen von 2,70 auf 1,35 Prozent.
Der große Haken liegt im Ausdruck „beide Regeln“. La partage und en prison sind Zusatzoptionen; sie sind nicht universell in alle Europäischen Tische integriert. Roulette-Ratgeber beziehen sich auf „Französisches Roulette“, wenn entweder la partage oder en prison enthalten sind. Doch implizit bedeutet das, dass das grundlegende „Europäische Roulette“ diese Regeln nicht standardmäßig beinhaltet. Die Regelauswahl an einem bestimmten Tisch hängt jedoch von dessen Konfiguration ab, nicht vom Radtyp oder dem Spiel insgesamt.
Überdies neigen deutschsprachige Europäische Roulette-Tische üblicherweise dazu, la partage und en prison ganz wegzulassen. Und diese Analyse der Suchergebnisse fand keine Primärquelle – Regel, Gesetz oder Lizenzdokument – die die Abwesenheit der Regel explizit vorschreibt. Die Auslassung scheint also auf Entscheidungen der Betreiber und Anbieter zurückzugehen, nicht auf eine klare Regulierungsvorgabe.
Der Rat für Spieler: Lies die Regeln. Einige deutsche Kasino-Seiten bieten Roulette-Tische mit la partage unter „VIP“- oder „Premium“-Labels an. Doch nimm nicht an, dass irgendein Tisch die Regel standardmäßig enthält. Such gezielt nach Verweisen auf la partage oder en prison in den Tischregeln.
Ein weiterer schneller Hinweis: Roulette-Tische mit la partage zeigen meist Doppel-Null-Felder ohne markierte Zahl (00). Prüf die Layout-Anmerkungen und ob der Hausvorteil mit 2,70 Prozent (Standard) oder 1,35 Prozent (la partage oder en prison aktiv) angegeben ist.
Spieler stoßen an Grenzen, wenn sie klare regulatorische Leitlinien suchen. Eine Überprüfung deutscher Roulette-Regeln fand keine eindeutigen Vorschriften, die la partage verbieten. Welche partage-Regeln an deutschen Roulette-Tischen gelten, ist eine Frage der Spielkonfiguration. Denk dran: Nicht immer Französisches Roulette.